WISSEN TECHNIK - MeshCore & Meshtastic - 19. Episode
Shownotes
Autor: HB9FDT, Alexander aus CH-Winterthur (alexander@wissentechnik.com)
Internet: https://www.hb9fdt.ch oder auch https://www.wissentechnik.com (WEB-Seite in Arbeit)
Projekt: MeshCore & Meshtastic
**Wissen Technik – MeshCore & Meshtastic** ist der Podcast für alle, die moderne LoRa-Mesh-Netzwerke verstehen möchten – einfach, verständlich und ohne Vorkenntnisse. Schritt für Schritt erklären wir die Grundlagen von MeshCore und Meshtastic, zeigen Unterschiede, geben praktische Tipps und begleiten Dich vom Einsteiger bis zum sicheren Anwender. Technik zum Verstehen – verständlich erklärt und praxisnah vermittelt.
Das Buch zur Serie: WISSEN TECHNIK - MeshCore & Meshtastic - Einfach erklärt
überall im Buchhandel erhältlich.
ISBN 9783695126309
Transkript anzeigen
00:00:01:
00:00:14: Wissentechnik, Meshcore und Mesh-Tastic.
00:00:38: Doch wie funktioniert so ein Autarkerknoten eigentlich?
00:00:41: Für Einsteiger ist das Prinzip, wie ein cleveres Sparglas.
00:00:45: Tagsüber fängt ein kleines Solarpennel das Sonnenlicht ein und füllt über einen Laderegler den eingebauten Akku auf.
00:00:52: Nachts wenn die Sonne weg ist lebt der Router von diesen Ersparnissen.
00:00:57: Da Meschtestekgeräte extrem stromsparend sind, funktioniert das perfekt!
00:01:02: In dieser Folge erklären wir ganz einfach, wie die Bauteile zusammenspielen und warum ein Solar-Note oben auf dem Berg oder dem Dach der absolute König des Netzwerks ist.
00:01:13: Los geht's!
00:01:14: Was ist ein Solarrepeater?
00:01:17: Fangen wir wieder mit einem Beispiel aus dem Alltag an.
00:01:20: Stellt euch eine kleine Berghütte vor – weit entfernt von jeder Steckdose.
00:01:25: Damit dort trotzdem abends das Licht brennt braucht die Hütte eine eigene unabhängige Stromversorgung.
00:01:31: Tagsüber sammelt sie Energie, speichert diese und stellt sie auch nachts oder an bewölkten Tagen zuverlässig zur Verfügung.
00:01:40: Genau vor derselben Herausforderung steht ein Repeater den ihr an einem attraktiven aber abgelegenen Standort wie einem Berggipfel, einem Wasserturm oder einem Kirchturm betreiben möchtet.
00:01:52: Dort gibt es in der Regel keinen Stromanschluss, den ihr einfach nutzen könnt.
00:01:56: Deshalb sollten wir uns gleich zu Beginn einen wichtigen Satz merken Ein Solarrepeater lebt nicht davon, möglichst viel Strom zu erzeugen.
00:02:05: Entscheidend ist, dass ihm zu jeder Tages- und Jahreszeit genügend Energie zur Verfügung steht.
00:02:12: Ganz allgemein besteht ein SolarrePEATER aus mehreren Komponenten die genau dieses Problem gemeinsam lösen.
00:02:20: Da ist zunächst das Solarpanel – Das Sonnenlicht in elektrische Energie umwandelt.
00:02:25: Diese Energie fließt jedoch nicht direkt zum Funkknoten, sondern wird zunächst in einem Akku gespeichert.
00:02:31: Je nach System kommen dabei unterschiedliche Lithium-Akkutypen zum Einsatz die speziell für den zuverlässigen Betrieb im Freien und bei wechselnden Temperaturen geeignet sind.
00:02:43: Zwischen Solarpennel und Akku befindet sich außerdem ein Laderegler.
00:02:48: Er ist gewissermaßen der Dirigent der gesamten Stromversorgung.
00:02:52: Er sorgt dafür, dass Solarpanel Akku und Repeater optimal zusammenarbeiten.
00:02:58: Gleichzeitig schützt er den Akku sowohl vor einer Überladung als auch vor einer schädlichen Tiefentladung.
00:03:04: Ohne ihn würde sich die Lebensdauer des Akkus erheblich verkürzen.
00:03:09: Erst aus diesem gepufferten Akku bezieht anschließend der eigentliche Repeater seine Energie – unabhängig davon ob gerade die Sonne scheint oder nicht!
00:03:19: Genau diese Energiepufferung ist der entscheidende Kniff eines Solarrepeaters.
00:03:24: Sie entkoppelt die Stromerzeugungen von der eigentlichen Nutzung.
00:03:28: Man kann sich das gut wie eine Zisterne vorstellen, die tagsüber Regenwasser sammelt damit auch an trockenen Tagen noch ausreichend Wasser zur Verfügung steht.
00:03:38: Schauen wir uns nun Mesh-Tastic an.
00:03:40: Viele Mesh Testiknoten arbeiten auf sehr kompakten und energieeffizienten Lora-Modulen.
00:03:47: Dadurch lassen sie sich vergleichsweise einfach mit kleinen Solarpanelen und Akkus kombinieren, wie Sie beispielsweise auch bei Wildkameras oder anderen IoT-Anwendungen verwendet werden.
00:03:59: Viele Meshtastic Solar Notes arbeiten auf diese Weise über Monate – oder sogar Jahre völlig autonom!
00:04:07: Wichtig ist dabei jedoch eine konsequente Optimierung des Energieverbrauchs.
00:04:12: Display, unnötige Sensoren oder andere Zusatzfunktionen sollten deaktiviert werden wenn sie nicht benötigt werden.
00:04:20: Jeder eingesparte milliampere Stunde verlängert die Zeit, die der Note auch mehrere bewölkte Tage zuverlässig überbrücken kann.
00:04:29: Bei Meshcore zeigt sich erneut die klare Rollentrennung, die wir bereits in Episode elf und zwölf kennengelernt haben.
00:04:37: Ein Meshcore-Repeater ist von Anfang an als reine Infrastrukturkomponente konzipiert.
00:04:43: Er benötigt keine dauerhafte Bluetooth-Verbindung zu einer Companion App und muss keine Benutzeroberfläche oder Anzeigen für einen Menschen bereitstellen.
00:04:52: Seine einzige Aufgabe besteht darin, Nachrichten zuverlässig zu empfangen und weiterzuleiten.
00:04:59: Dadurch lässt sich der Energieverbrauch besonders konsequent reduzieren.
00:05:03: Je weniger Energie ein Repeater benötigt, desto kleiner können Solarpennel und Akku ausfallen.
00:05:10: Hinzu kommt ein weiterer Vorteil.
00:05:13: Durch das Path-Routing aus Episode X verarbeitet und überträgt Meshcore im Regelfall weniger unnötige Funkpakete als ein auf Flooding basierendes Netzwerk.
00:05:24: Dadurch sinkt häufig auch der durchschnittliche Energiebedarf eines fest installierten Repeaters was den Solarbetrieb zusätzlich begünstigen kann.
00:05:33: Warum ist das für euch in der Praxis so wichtig?
00:05:36: Entscheidend ist immer die richtige Dimensionierung der gesamten Anlage.
00:05:41: Das Solarpennel muss an einem durchschnittlichen Tag mehr Energie erzeugen, als der Repeater verbraucht.
00:05:47: Gleichzeitig muss der Akku ausreichend groß sein um mehrere sonnenarme Tage ohne Unterbrechung überbrücken zu können.
00:05:55: Dabei gilt eine wichtige Grundregel Ein Solarrepeater wird nicht für sonnige Sommertage ausgelegt sondern für die schlechtesten Wochen des Jahres.
00:06:06: Wer Solarpanel oder Akku zu knapp dimensioniert, riskiert dass der Repeater genau im Winter – oder während längerer Schlechtwetterperioden ausfällt.
00:06:15: Also genau dann wenn eine zuverlässige Funkverbindung besonders wichtig wäre!
00:06:21: Deshalb planen viele erfahrene Anwender bewusst mit großzügigen Reserven bei Solarpanl und Akkukapazität.
00:06:29: Ein dauerhaft zuverlässig arbeitender Repeater ist für ein Netzwerk meist deutlich wertvoller als ein besonders leistungsstarker Repeater, der regelmäßig wegen Energiemangels ausfällt.
00:06:42: Praxistipp – plant euren Solarrepeater immer mit ausreichenden Reserven!
00:06:49: Ein etwas größeres Solarpennel oder ein leistungsfähigerer Akku kostet meist deutlich weniger als ein späterer Ausfall eines wichtigen Standorts.
00:07:00: Fassen wir die heutige Episode zusammen.
00:07:03: Ein Solarrepeater besteht im Wesentlichen aus einem Solarpennel, einem Laderegler, einem Akku und dem eigentlichen Repeater.
00:07:12: Gemeinsam sorgen diese Komponenten dafür dass ein Funknoten auch an abgelegenen Standorten ohne festen Stromanschluss dauerhaft und zuverlässig betrieben werden kann.
00:07:24: Sowohl bei MeshTastic als auch beim MeshCore gelten dieselben physikalischen Grundlagen der Energieversorgung.
00:07:32: Mesh-Core bringt durch seine konsequente Trennung zwischen Companion und Repeater sowie durch das effizientere Pathrooting jedoch besonders gute Voraussetzungen für einen energieeffizienten Solarbetrieb mit.
00:07:46: Merken wir uns zum Schluss noch einen Satz!
00:07:49: Nicht die größte Solaranlage macht einen guten Solarrepeater, sondern eine zuverlässige Energieversorgn an jedem Tag des Jahres.
00:08:00: Mit dieser Episode endet unser erster großer Themenblock!
00:08:03: Ihr wisst jetzt, wie ein Mesh-Netzwerk funktioniert welche Aufgaben die einzelnen Komponenten übernehmen und welche Faktoren über eine zuverlässige Funkverbindung entscheiden.
00:08:13: Gemeinsam haben wir die Grundlagen geschaffen auf denen alle weiteren Themen aufbauen werden.
00:08:19: In den nächsten Episoden verlassen wir diese Grundlagen und beschäftigen uns damit, wie ihr euer eigenes Mesh-Netzwerk noch gezielter Planen erweitern und optimieren könnt.
00:08:30: Das war Episode Nummer neunzehn von Wissentechnik, Meshcore & MeshTastic.
00:08:36: Wenn dich das Thema weiterhin interessiert und wenn du wissen möchtest, wie man einen Repeater konkret aufbaut konfiguriert und welche Hardware sich bewährt hat dann bleib dran!
00:08:46: Denn genau solche Themen beantworte ich, so gut es geht nach dieser Serie über das Grundwissen von Meshcore und MeshTastic auf meiner Webseite.
00:08:57: Gewisse Themen werden wir nach diesen Episoden mit Zusatzepisoden behandeln.
00:09:02: Sei gespannt!
00:09:03: Und vielen Dank dass du heute wieder dabei warst – bis zum nächsten Mal!
00:09:21: Das war eine neue Episode von Wissentechnik.
00:09:25: Meshcore
00:09:26: und MeshTastic.
00:09:27: Bis zum nächsten Mal!
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