WISSEN TECHNIK - MeshCore & Meshtastic - 16. Episode

Shownotes

Autor: HB9FDT, Alexander aus CH-Winterthur (alexander@wissentechnik.com)
Internet: https://www.hb9fdt.ch oder auch https://www.wissentechnik.com (WEB-Seite in Arbeit)
Projekt: MeshCore & Meshtastic

**Wissen Technik – MeshCore & Meshtastic** ist der Podcast für alle, die moderne LoRa-Mesh-Netzwerke verstehen möchten – einfach, verständlich und ohne Vorkenntnisse. Schritt für Schritt erklären wir die Grundlagen von MeshCore und Meshtastic, zeigen Unterschiede, geben praktische Tipps und begleiten Dich vom Einsteiger bis zum sicheren Anwender. Technik zum Verstehen – verständlich erklärt und praxisnah vermittelt.

Das Buch zur Serie: WISSEN TECHNIK - MeshCore & Meshtastic - Einfach erklärt
überall im Buchhandel erhältlich.
ISBN 9783695126309

Transkript anzeigen

00:00:01:

00:00:13: Herzlich willkommen zurück bei Wissentechnik, dem Podcast über Meshcore und Meshtestik.

00:00:19: Technik muss man nicht auswendig lernen – man muss sie nur verstehen!

00:00:37: Was wie geheime Codes aus einem Spionagefilm klingt, ist für unser Mesh-Netzwerk in Wahrheit der wichtigste Gesundheitscheck.

00:00:44: Für Einsteiger übersetzen wir das heute ganz unkompliziert.

00:00:48: RSSI sagt uns einfach, wie laut das Signal deines Funkkollegen bei dir ankommt.

00:00:54: SNR wiederum verrät uns die Qualität des Signals.

00:00:58: Stell dir vor du bist auf einer lauten Party!

00:01:00: RSSi zeigt an wie laut jemand schreit Und SNR zeigt an, wie gut du die Worte trotz der lauten Hintergrundmusik im Raum verstehen kannst.

00:01:10: In dieser Folge erklären wir völlig ohne Mathefrust, wie du diese beiden Werte auf deinem Bildschirm richtig deutest und warum Lora-Signale dank SNR sogar noch unter dem Hintergrundrauschen perfekt lesbar sind!

00:01:24: Los geht's.

00:01:25: Was bedeuten RSSI und SNR?

00:01:30: Fangen wir wieder mit einer Alltagssituation an.

00:01:33: Stellt euch vor, ihr telefoniert mit einem Freund.

00:01:36: Seine Stimme ist laut genug zu hören doch im Hintergrund rauschen Autos vorbei ein Zug fährt durch den Bahnhof und viele Menschen sprechen gleichzeitig.

00:01:46: Manchmal versteht ihr trotzdem jedes Wort.

00:01:49: manchmal müsst ihr ständig nachfragen.

00:01:52: Genau aus diesen beiden Dingen entsteht auch die Qualität einer Funkverbindung.

00:01:57: Zum einen ist entscheidend wie stark das eigentliche Signal beim Empfänger ankommt.

00:02:02: Zum anderen spielt eine Rolle, wie stark die Störungen im Hintergrund sind.

00:02:07: Genau diese beiden Eigenschaften beschreiben die Werte

00:02:10: R-SSI

00:02:12: und

00:02:12: SNR.

00:02:14: Beginnen wir mit

00:02:15: RSSI.

00:02:18: Die Abkürzung steht für Received Signal Strength Indicator – also den Indikator für die Stärke eines empfangenen Funksignals.

00:02:27: RSSI

00:02:28: beschreibt ausschließlich, wie stark das Signal beim Empfänger ankommt.

00:02:33: Unabhängig davon ob es später gut verständlich ist oder nicht.

00:02:38: Angegeben wird

00:02:39: RSSI

00:02:40: in Dezibel-Milliwatt also Dezibell bezogen auf Einmilliwett.

00:02:45: Da diese Werte im Funkbereich negativ sind gilt eine einfache Regel je näher der Wert an Null liegt desto stärker ist das empfangene Signal.

00:02:55: Ein Wert von etwa minus-vierzig Dezibel Millivat beschreibt ein außergewöhnlich starkes Signal.

00:03:01: Minus siebzig Dezibel Millivat gilt bereits als sehr gut.

00:03:06: MinUS neunzig DeZibil Millivat ist für viele Anwendungen noch problemlos nutzbar, während minus-einhundertzehn DeZibal Millivat bereits ein sehr schwaches Signal beschreibt.

00:03:18: Wichtig ist jedoch

00:03:19: R-SSI

00:03:20: sagt euch noch nicht, ob ihr eine Nachricht auch zuverlässig empfangen könnt.

00:03:25: Es beschreibt ausschließlich die Stärke des Signals.

00:03:29: Der zweite wichtige Wert heißt

00:03:31: SNR.

00:03:33: Das steht für Signal to Noise Ratio also das Verhältnis zwischen Nutzsignal und Hintergrundrauschen.

00:03:41: SNR

00:03:42: beschreibt wie deutlich sich das eigentliche Signal von allen anderen Störungen auf derselben Frequenz abhebt.

00:03:49: Ein hoher positiver

00:03:51: SNR-Wert

00:03:52: bedeutet, dass das Signal klar aus dem Hintergrund herausragt.

00:03:57: Ein niedriger oder negativer Wert zeigt dagegen, dass der Signal zwar vielleicht noch vorhanden ist sich aber nur schwer vom allgemeinen Rauschen unterscheiden lässt.

00:04:07: Deshalb ist SNR

00:04:09: oft sogar aussagekräftiger als

00:04:11: RSSI

00:04:12: allein.

00:04:14: Ein Signal kann durchaus stark empfangen werden und trotzdem schwer verständlich sein, wenn gleichzeitig viele Störungen vorhanden sind.

00:04:23: Umgekehrt kann Laura selbst sehr schwache Signale noch zuverlässig auswerten, wenn das Signal Rausch-Verhältnis ausreichend gut ist.

00:04:32: Genau dafür wurde Laura entwickelt – es kann Signale dekodieren die für viele andere Funkverfahren längst unbrauchbar wären.

00:04:41: Zur Orientierung helfen einige einfache Richtwerte

00:04:45: Ein SNR

00:04:46: von plus zehn Dezibel oder mehr gilt als ausgezeichnet.

00:04:51: Nulldezibel ist meist noch problemlos nutzbar.

00:04:55: Werte um minus zehn Dezibell können bereits schwieriger werden, während minus zwanzig Dezibell oft auf eine sehr grenzwertige Verbindung hindeuten.

00:05:05: Diese Werte sind keine festen Grenzen geben euch aber eine gute Orientierung bei der Beurteilung einer Verbindung.

00:05:13: Schauen wir uns nun Mesh-Testik an.

00:05:15: In der Companion App werden euch sowohl

00:05:18: RSSI

00:05:19: als auch

00:05:20: SNR

00:05:21: für empfangene Notes direkt angezeigt.

00:05:24: Häufig erscheinen diese Werte auch in Zusammenhang mit einer Trace Route Abfrage, über die wir in der letzten Episode gesprochen haben.

00:05:32: Dadurch könnt ihr für jede einzelne Verbindung erkennen wie stark das Signal war und wie gut sich dieses Signal vom Hintergrundrauschen abgehoben hat.

00:05:42: Viele Nutzer achten zunächst nur auf den

00:05:45: R-SSI

00:05:46: Wert.

00:05:47: Tatsächlich lohnt es sich jedoch fast immer, beide Werte gemeinsam zu betrachten.

00:05:52: Erst das Zusammenspiel von

00:05:54: R-SSI und SNR

00:05:57: liefert ein vollständiges Bild über die Qualität einer Funkverbindung.

00:06:02: Auch Mesh Core erfasst beide Werte und stellt sie für eure Verbindungen zur Verfügung.

00:06:08: Gerade bei dauerhaft installierten Repeatern

00:06:10: lassen sich RSSI und SNR

00:06:14: über längere Zeit beobachten.

00:06:17: Dadurch erkennt ihr oft schon früh, wenn sich die Qualität einer Verbindung langsam verändert.

00:06:23: Ursachen können beispielsweise dichter werdendes Laub im Sommer neue Gebäude veränderte Wetterbedingungen oder andere Funkquellen in der Umgebung sein.

00:06:33: Da Meshcore durch das Pathrooting häufig dieselben Verbindungen nutzt, lassen sich solche Veränderungen besonders gut nachvollziehen.

00:06:42: Warum sind diese beiden Werte für euch in der Praxis so wichtig?

00:06:46: RSSI und SNL

00:06:49: liefern gemeinsam eine sehr zuverlässige Diagnose.

00:06:52: Ist der RSSI-Wert schlecht – Der SNR-Werd

00:06:56: aber noch gut deutet das meist auf eine große Entfernung oder ein Hindernis zwischen den beiden Stationen hin.

00:07:03: In diesem Fall können eine bessere Antenne oder ein höherer Standort helfen.

00:07:08: Auf dieses Thema werden wir in einer späteren Episode noch ausführlich eingehen.

00:07:13: Ist dagegen der

00:07:14: RSSI-Wert

00:07:15: eigentlich ausreichend,

00:07:17: Der SNR-Werd

00:07:19: aber schlecht liegt die Ursache häufig im hohen Störpegel auf der verwendeten Frequenz.

00:07:25: Dann kann beispielsweise ein anderer Kanal oder eine geänderte Funkkonfiguration die bessere Lösung sein.

00:07:32: Ohne R-SSI und SNR

00:07:35: gemeinsam zu betrachten, würdet ihr leicht an der falschen Stelle nach der Ursache suchen.

00:07:42: Praxistipp Wenn Ihr Verbindungsprobleme analysiert schaut niemals nur auf

00:07:48: RSSI

00:07:49: oder nur auf

00:07:51: SNR.

00:07:52: Erst beide Werte zusammen zeigen euch ob eine Verbindung an einer zu großen Entfernung An einem Hindernis oder an einem hohen Störpegel scheitert.

00:08:03: Zusammenfassung Fassen wir die heutige Episode zusammen.

00:08:08: RSSI

00:08:09: beschreibt die Stärke eines empfangenen Funksignals.

00:08:13: SNR

00:08:14: beschreibt, wie deutlich sich dieses Signal vom Hintergrundrauschen abhebt.

00:08:20: Beide Werte werden sowohl von Meschtestik als auch von Meshcore erfasst und angezeigt.

00:08:26: Erst ihr Zusammenspiel ermöglicht eine zuverlässige Beurteilung der tatsächlichen Verbindungsqualität.

00:08:33: Laura kann selbst sehr schwache Signale noch zuverlässig empfangen, solange sich diese ausreichend gut vom Hintergrundrauschen unterscheiden.

00:08:43: Deshalb gehören

00:08:44: RSSI und SNR

00:08:47: zu den wichtigsten Werkzeugen wenn ihr euer Mesh-Netzwerk verstehen und optimieren möchtet.

00:08:54: Merken wir uns zum Schluss noch einen Satz!

00:08:57: RSSI

00:08:58: sagt euch wie laut ein Signal ankommt.

00:09:02: SNR

00:09:03: sagt euch, wie gut ihr es verstehen könnt.

00:09:09: Wissentechnik.com.

00:09:33: Gewisse Themen werden wir nach diesen Episoden mit Zusatzepisoden behandeln, sei gespannt und vielen Dank dass du heute wieder dabei warst!

00:09:41: In der nächsten Episode beantworten wir eine Frage die sich viele Einsteiger stellen Welche Aufgabe hat einer Antenne?

00:09:49: Nochmals Vielen dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal Das Buch zum Podcast.

00:10:07: Das war eine neue Episode von Wissentechnik.

00:10:11: Meshcore

00:10:12: und MeshTastic.

00:10:13: Bis

00:10:14: zum nächsten

00:10:14: Mal!

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